EVANGELISCHER PFARRSPRENGEL GLÖWEN-SCHÖNHAGEN
Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob

Grußwort

 

"... und Friede auf Erden ..."


Liebe Leserinnen und Leser des Gemeindebriefes!

1.   Jedes Jahr steht unter einem besonderen Motto, einem Wort aus der Bibel, der sog. „Jahreslosung“. Für 2019 lautet sie: „Suche Frieden und jage ihm nach.“ (Psalm 34, Vers 15). Dieser Satz erinnert daran, dass Frieden für uns, mit und bei uns manchmal eine schwere und anstrengende Aufgabe sein kann: sich um Frieden bemühen, den Frieden suchen, ja sogar ihm nachjagen, manchmal vielleicht auch vergeblich: „Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, …“ Frieden suchen, finden und bewahren bleibt für uns eine stete Herausforderung und Aufgabe.
2.  Diese Aufgabe für uns ist zugleich aber auch Gabe (Gottes) an uns, Gottes Geschenk. Die Weihnachtsbotschaft der Engel lautet „Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden auf Erden, …“ (Lukas 2, Vers 14).  Es will und soll hell und „licht“ werden in unserem Leben, trotz allem was uns bewegt und behindert, erfreut und beglückt, und dieses Kind, dieses Licht, dieser Friede, die in unser Leben hinein leuchten, sind uns geschenkt, gegeben, Gabe (Gottes) an und für uns, die uns Menschen und die Welt nicht geben können, der Friede Gottes, der unsere menschliche Vernunft übersteigt
3. „Uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter, …“ Vielleicht kennen Sie noch diesen alten Satz, aus der hebräischen Bibel beim Propheten Jesaja, im 8. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung, eben vor „Christi Geburt“. Ein Kind ist für uns geboren, es ist uns gegeben, uns anvertraut, so, dass es unser Leben hell macht, Licht hineinbringt, ja uns auch von innen erleuchtet. „Wer ein kleines Kind sieht, begegnet Gott auf frischer Tat“ (Martin Luther). Aber längst ist nicht mehr gesichert – damals wie heute - dass Kinder so aufwachsen können, wie sie es brauchen, um später mit allen Widrigkeiten des Lebens fertig werden zu können. Schon manchem Kind sind Entbehrungen Enttäuschungen und Einschnitte mit in die Wiege, dem Jesuskind mit in die Krippe gelegt, der Scherenschnitt von Gertrud Junker deutet es an. - Maria und Joseph finden denn ja auch keinen Platz und Raum, kein Zimmer in der Herberge, wo sie sein und unterkommen können, wo sie ihr Kind zur Welt bringen kann, als nur in einem Stall. Joseph, der so gar nicht dazu gehörte, der am Beginn auch gar nicht dazugehören wollte, er ist im entscheidenden Augenblick mit dabei . . . die „Heilige Familie“ ist eins, trotz aller widrigen Umstände und Einschnitte.

4. Schon bald nach der Geburt Jesu muss die kleine Familie fliehen, König Herodes trachtet dem kleinen Kind nach dem Leben. Aber so mancher von uns würde in dieser Zeit und in diesen Weihnachtstagen gerne fliehen, auch vor sich selbst vielleicht, in dieser so „schweren“ auch so gefühlvollen Zeit, wenn es denn möglich wäre: Da sind die größeren Kinder, denen es bei Weihnachten schon lange nicht mehr um die Geschenke geht, und die an diesen Tagen „einen auf Familie machen sollen“. Da sind die Singles, die besonders in dieser Zeit ihr Alleinsein spüren. Da ist die Frau, der Mann, die nun - weil sie getrennt leben, allein Weihnachten feiern müssen. Und da sind diejenigen, unter uns oder in unserer Nähe, die einen lieben Menschen verloren haben, vielleicht vor gar nicht allzu langer Zeit, und denen Weihnachten im Herzen brennt, in Erinnerung an frühere Zeiten noch so nahe ist, die so ganz anders waren. Und wer denkt nicht auch an die vielen Häuser, auch Krankenhäuser, Heime und Gefängnisse, in denen Menschen allein sind, allein sein müssen in diesen Tagen.
Aber - Gott sei´s gedankt -  es gibt auch das andere, das gemeinsame Miteinander und Füreinander, wie es das Lied von Johannes Oerding beschreibt:
Ich weiß, sie kommt wie jedes Jahr, wenn´s kalt und dunkel wird,
die Zeit, wenn man zerbrechlicher als sonst durch´s Leben schwirrt.
Doch es gibt ´nen ort, wo ich den Lärm ganz schnell vergess`,
ich jede Ecke kenn und genau weiß ich werd vermisst.
Also pack ich meinen Kram zusammen und mach mich auf den Weg
dorthin wo man mich ohne Worte trotzdem blind versteht:

Ich komm nach Haus zu euch, ich komm nach Haus bin auf dem Weg,
ich komm nach Haus zu euch, wenn das Jahr zu Ende geht.

Zweifel, Ängste, Fragen und Menschen die nur nehmen,
und manchmal hast du das Gefühl dich selbst nicht zu verstehn.
Verlassen ganz alleine gegen den Rest der Welt da draußen
denkst du an dich als Kind zurück und den Gong der großen Pausen.
Ich weiß, du hast den gleichen Ort, hast mir davon erzählt,
der Platz,wo man dich ohne Worte plötzlich blind versteht.

Ich komm nach Haus zu euch, ich komm nach Haus bin auf dem Weg,
ich komm nach Haus zu euch, wenn das Jahr zu Ende geht.

Niemand hat gesagt wie oft man sich die Flügel bricht,
doch mir ist jetzt klar, dass das Erwachsenwerden ist.
So oft legt uns das Leben schwere Steine in den Weg,
doch es gibt die eine, die mit uns den Umweg geht … oh

Ich komm nach Haus zu euch, ich komm nach Haus bin auf dem Weg,
ich komm nach Haus zu euch, wenn das Jahr zu Ende geht.

5. „Friede auf Erden“, so lautet die Weihnachtsbotschaft der Engel, und Jochen Klepper (1903 – 1942) dichtet in der politisch bewegten Zeit:
„Welch Dunkel uns auch hält, Sein Licht hat uns getroffen! Hoch über aller Welt, steht nun der Himmel offen.  Gelobt sei Jesus Christ.“  -
Ich wünsche Ihnen und uns allen, dass Sie und wir einstimmen möchten und können, in dieses Lob, in diesen Dank, heute und morgen und alle Tage des Lebens. So grüße ich Sie herzlich mit den Worten der Jahreslosung für das kommende Jahr 2020:
„Ich glaube, hilf meinem Unglauben!“    (Markus 9, Vers 24).
Seien und bleiben Sie behütet,                        Hartmut Menn, Pfr.

1. Jedes Jahr steht unter einem besonderen Motto, einem Wort aus der Bibel, dersog. „Jahreslosung“. Für 2019 lautet sie: „Suche Frieden und jage ihm nach.“ (Psalm 34, Vers 15). Dieser Satz erinnert daran, dass Frieden für uns, mit und beiuns manchmal eine schwere und anstrengende Aufgabe sein kann: sich um Frieden bemühen, den Frieden suchen, ja sogar ihm nachjagen, manchmal vielleicht auch vergeblich: „Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, ...“ Frieden suchen, finden und bewahren bleibt für uns eine stete Herausforderung und Aufgabe.2. Diese Aufgabe für uns ist zugleich aber auch Gabe (Gottes) an uns, Gottes Geschenk. Die Weihnachtsbotschaft der Engel lautet „Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden auf Erden, ...“ (Lukas 2, Vers 14). Es will und soll hell und „licht“ werden in unserem Leben, trotz allem was uns bewegt und behindert, erfreut und beglückt, und dieses Kind, dieses Licht, dieser Friede, die in unser Leben hinein leuchten, sind uns geschenkt, gegeben, Gabe (Gottes) an und für uns, die uns Menschen und die Welt nicht geben können, der Friede Gottes, der unsere menschliche Vernunft übersteigt3. „Uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter, ...“ Vielleicht kennen Sie noch diesen alten Satz, aus der hebräischen Bibel beim Propheten Jesaja, im 8. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung, eben vor „Christi Geburt“. Ein Kind ist für uns geboren, es ist unsgegeben, uns anvertraut, so, dass es unser Leben hell macht, Licht hineinbringt, ja uns auch von innen erleuchtet. „Wer ein kleines Kind sieht, begegnet Gott auf frischer Tat“ (Martin Luther). Aber längst ist nicht mehr gesichert – damals wie heute - dass Kinder so aufwachsen können, wie sie es brauchen, um später mit allen Widrigkeiten des Lebens fertig werden zu können. Schon manchem Kind sind Entbehrungen Enttäuschungen und Einschnitte mit in die Wiege, dem Jesuskind mit in die Krippe gelegt, der Scherenschnitt von Gertrud Junker deutet es an. - Maria und Joseph finden denn ja auch keinen Platz und Raum, kein Zimmer in der Herberge, wo sie sein und unterkommen können, wo sie ihr Kind zur Welt bringen kann, als nur in einem Stall. Joseph, der so gar nicht dazu gehörte, der am Beginn auch gar nicht dazugehören wollte, er ist im
 
entscheidenden Augenblick mit dabei . . . die „Heilige Familie“ ist eins, trotz aller widrigen Umstände und Einschnitte.4. Schon bald nach der Geburt Jesu muss die kleine Familie fliehen, König Herodes trachtet dem kleinen Kind nach dem Leben. Aber so mancher von uns würde in dieser Zeit und in diesen Weihnachtstagen gerne fliehen, auch vor sich selbst vielleicht, in dieser so „schweren“ auch so gefühlvollen Zeit, wenn es denn möglich wäre: Da sind die größeren Kinder, denen es bei Weihnachten schon lange nicht mehr um die Geschenke geht, und die an diesen Tagen „einen auf Familie machen sollen“. Da sind die Singles, die besonders in dieser Zeit ihr Alleinsein spüren. Da ist die Frau, der Mann, die nun - weil sie getrennt leben, allein Weihnachten feiern müssen. Und da sind diejenigen, unter uns oder in unserer Nähe, die einen lieben Menschen verloren haben, vielleicht vor gar nicht allzu langer Zeit, und denen Weihnachten im Herzen brennt, in Erinnerung an frühere Zeiten noch so nahe ist, die so ganz anders waren. Und wer denkt nicht auch an die vielen Häuser, auch Krankenhäuser, Heime und Gefängnisse, in denenMenschen allein sind, allein sein müssen in diesen Tagen. Aber - Gott sei ́s gedankt - es gibt auch das andere, das gemeinsame Miteinander und Füreinander, wie es das Lied von Johannes Oerding beschreibt:Ich weiß, sie kommt wie jedes Jahr, wenn ́s kalt und dunkel wird,die Zeit, wenn man zerbrechlicher als sonst durch ́s Leben schwirrt.Doch es gibt ́nen ort, wo ich den Lärm ganz schnell vergess`,ich jede Ecke kenn und genau weiß ich werd vermisst.Also pack ich meinen Kram zusammen und mach mich auf den Wegdorthin wo man mich ohne Worte trotzdem blind versteht:Ich komm nach Haus zu euch, ich komm nach Haus bin auf dem Weg,ich komm nach Haus zu euch, wenn das Jahr zu Ende geht.Zweifel, Ängste, Fragen und Menschen die nur nehmen,und manchmal hast du das Gefühl dich selbst nicht zu verstehn.Verlassen ganz alleine gegen den Rest der Welt da draußendenkst du an dich als Kind zurück und den Gong der großen Pausen.Ich weiß, du hast den gleichen Ort, hast mir davon erzählt,der Platz,wo man dich ohne Worte plötzlich blind versteht.
 
Ich komm nach Haus zu euch, ich komm nach Haus bin auf dem Weg,ich komm nach Haus zu euch, wenn das Jahr zu Ende geht.Niemand hat gesagt wie oft man sich die Flügel bricht,doch mir ist jetzt klar, dass das Erwachsenwerden ist.So oft legt uns das Leben schwere Steine in den Weg,doch es gibt die eine, die mit uns den Umweg geht ... ohIch komm nach Haus zu euch, ich komm nach Haus bin auf dem Weg,ich komm nach Haus zu euch, wenn das Jahr zu Ende geht.5. „Friede auf Erden“, so lautet die Weihnachtsbotschaft der Engel, und Jochen Klepper (1903 – 1942) dichtet in der politisch bewegten Zeit:„Welch Dunkel uns auch hält, Sein Licht hat uns getroffen! Hoch über aller Welt,steht nun der Himmel offen. Gelobt sei Jesus Christ.“ - Ich wünsche Ihnen und uns allen, dass Sie und wir einstimmen möchten und können, in dieses Lob, in diesen Dank, heute und morgen und alle Tage des Lebens. So grüße ich Sie herzlich mit den Worten der Jahreslosung für das kommende Jahr 2020:„Ich glaube, hilf meinem Unglauben!“ (Markus 9, Vers 24).Seien und bleiben Sie behütet, Hartmut Menn,



Herzlich grüßt Sie und Euch,  H. Menn