EVANGELISCHER PFARRSPRENGEL GLÖWEN-SCHÖNHAGEN
Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob

Grußwort

Liebe Leserinnen und Leser des Gemeindebriefes!

Wir hören hier eine Sehnsucht, die schon sehr alt ist. Friedlich, idyllisch und unglaublich schön. Damit beschreibt der Prophet Jesaja ein Zukunftsbild, das den Herzen der Menschen entspringt. Der Schwache stärkt den Starken.
Das Raubtier 
sucht die Nähe des Schutzlosen.
Alles 
ist auf den Kopf gestellt: Bilder, die aus Wünschen und Gedanken resultieren und so zu einer neuen Wirklichkeit werden können. Aber können sie das? Können Visionen
wirklich unsere Welt verändern?  Oder scheint es uns einfach unmöglich?
Vielleicht wäre es einen Versuch wert, heute damit anzufangen, sich Bilder des Friedens im Kopf zu malen. Bilder, die unsere Welt zum Guten, zum Heilvollen verwandeln.
Christsein ist jedenfalls nichts Theoretisches. Gott hat seinen Sohn mitten in unsere Welt gesandt. Ganz praktisch war er mitten unter uns und hat geheilt, gepredigt, hat Tote
zum Leben erweckt. Schon als Kind in der Krippe war er sichtbar unter den Ärmsten der Armen. In Niedrigkeit ist Jesus geboren und in Niedrigkeit am Kreuz gestorben.
Wer ihm folgt, kommt an dieser Niedrigkeit nicht vorbei und wird selbst viel erdulden müssen, um Neues zu hoffen. Wird anfangen, für sich und seine Nächsten Bilder zu denken, wo
einer dem andern die Hand reicht oder die Suppe. Bilder, wo einer dem andern vergibt.
So lassen Sie uns nun in die Adventszeit gehen, um von den Liedern
und den alten Texten zu lernen. Wir wollen hören, was sie uns zu sagen
haben. Und uns aufmachen mit weichen Herzen und guten Gedanken. 
Dazu schenke Gott uns seinen Segen. Ihre/eure Pfarrerin Evelyn Frenzel